Appartments Mittersteig

Revitalisierung und Aufstockung eines Gründerzeithauses

Das Bestandsgebäude am Mittersteig 22, 1050 Wien soll umgebaut und aufgestockt werden. Dieses Wiener Bürgerhaus wurde nach den Plänen von Arch. Anton Grünn im Jahre 1831 errichtet. Die MA19 hat bezüglich der Beurteilung des Umbaus bzw. Zubaus unterschiedliche interne Meinungen, die sehr konträr zueinander sind: Besprechung mit Fr. DI Nezval (ehemals zuständige Beamtin): das Haus soll weitgehendst erhalten und geschützt werden. Unser Vorschlag: das Erhalten eines Teils des Bestandsdaches und Schaffung einer Zäsur zwischen dem neuen Zubau und dem Bestandsgebäude Besprechung mit Hrn. DI Stern (derzeit zuständiger Beamter): das bestehende Gebäude sollte nach der Abtragung des Daches als ein moderner Gebäude-Sockel gesehen werden. Unser Vorschlag: Ausbildung einer städtischen Sockelzone mit einer Parkähnlichen Situation / Stadtgarten anstelle des abgetragenen Daches des bestehenden Hauses. Die endgültige Projektentwicklungsrichtung kann nur im internen Jour Fixe der MA19 mit der Mehrheit der Beamten entschieden werden. In unserem Entwurf haben wir uns für Variante 2, die Sockelausbildung entschieden und ausgearbeitet. Die Variante 1 würde zwar mehr Nutzfläche bieten, wäre die Ausbildung der Grundrisse jedoch wegen der Belichtung der Aufenthaltsräume sehr problematisch. Lt. der Aussage der MA37, Besprechung mit Hrn. DI Oberrosler und Hrn. DI Schmalzbauer, ist die Ausbildung der gewerblich geführten Apartments / einer Beherbergungsstätte in der ausgewiesenen Wohnzone möglich und stellt keine Unterwanderung des Flächenwidmungsplanes. Das Projekt entspricht der derzeit gültigen Flächenwidmung und den aktuellen Weisungslage der MA37. Das Bauvorhaben wurde ebenfalls mit der KSB (Kompetenzstelle für Brandschutz) abgeklärt und unter der Berücksichtigung der im Wettbewerbsbeitrag aufgelisteten Maßnahmen positiv beurteilt. Die EG Zone soll einem Gewerbebetrieb vermietet werden. Es erfolgte keine Planung dieses Bereiches, weil die Art der Geschäftsnutzung noch offen ist und keine Einschränkung auf eine Gewerbesparte erfolgt ist. Es wurde versucht die Geschäftszone in einer möglichst großen, zusammenhängenden Nutzfläche zu belassen, wodurch der Zugang zum Apartmenthaus von der Seite der Ziegelofengasse gewählt worden ist. Der Name der Straße: Ziegelofengasse, sowie die sich in dieser ehemals befindlichen Ziegelofen, in denen Klinkersteine gebrannt wurden, führte zu der Auswahl des Klinkers als das Hauptgestaltungselement der Fassaden und in weiterer Folge zum Namen des Hauses: dieZieglerei. Es ist ebenfalls geplant, die Innenwände im Bereich des Haupteingangs des Apartmentbetriebes mit Klinkerriemchen zu verkleiden. Es soll ein online-basierter-Betrieb des Apartmenthauses geplant werden: die 24 stündige Besetzung des Empfanges ist unter der Voraussetzung der Schaffung von Ersatzmaßnahmen nicht notwendig. Im 1.OG (letztes Bestandsgeschoß) wären 2 Varianten des Ausbaus möglich. Beide wurden ausgearbeitet und in der Mappe dargestellt: 1. Umbau der bestehenden Vorortsituation unter der größtmöglichen Berücksichtigung der tragenden Bestandswände. Die Variante 1 wurde mit minimalen Abbruchmaßnahmen im 1.OG geplant. 2. Kompletter Abbruch aller Innenwände unter dem Beibehalt der Außenwände und neue Einteilung der Grundrisse. Ab dem 2.OG bis zum 1.DG wurde ein Regelgeschoss mit möglichst kleinen Einheiten geplant, die mit Außenflächen, Küchen, Wohnzimmern und Schlafzimmern ausgestattet sind. Die Flexibilität der einzelnen Apartments erlaubt es durch die Entfernung der nichttragenden Wände, eine einfache Zusammenlegung der Tops in diversen Varianten zu größeren Einheiten. Im 2.OG bekommen die Apartments sehr große Stadtgärten, die eine großzügige Inszenierung einer Vorplatzsituation für das gesamte Gebäude darstellen. Im 2.DG wurden ebenfalls 2 Varianten ausgearbeitet: 1. Planung von 2 Apartments mit großzügigen Terrassen 2. Planung von 1 Apartment und 1 Gemeinschaftsraum Der Gemeinschaftsraum könnte ebenfalls im 1.OG bzw. im EG geplant werden. Die Dachgärten wurden nicht dargestellt, sind aber mit der Verlängerung des Hauptstiegenhauses leicht realisierbar.
Baujahr
Ort
1050 Wien
Leistungen