Schneideraum

Der Friseur ist in der Lehargasse 3a, im 6. Bezirk, mit Eingang in der Millöckergasse situiert und zeichnet sich nach außen nur durch ein schlichtes Logo ( in einem Schild eingeschnittenen Schriftzug) ab. Der Wortlaut und die Firmenbezeichnung dieses beleuchteten Reliefs lautet auf Schneideraum. Unter diesem wird man durch eine mit grauer Zementfaserplatte roh verkleideten Schleuse in den Laden geführt. Dort steht das Empfangspult, dass als wichtiges Gelenk die einzelnen Funktionsbereiche verbindet. Dieses Pult wird durch eine volle Lamperie aus geräucherter Eiche auf der linken Seite mit der Wartezone verbunden. Rechts entwickelt sich der Raum entlang der Stützenreihe der Außenwand und der historischen Stahlträger dessen Rhythmus auch von den Schneideplätzen und den dazugehörigen hohen Spiegeln aufgenommen wird. Als zweiter Kommunikationsbereich wird auch die Bar zu den Waschplätzen im selben Beige-Ton gehalten wie das Empfangspult und bildet damit den farblichen Kontrastpunkt zu dem verwendeten dunklen, warmen Eichenparkett, der sich auch auf der Stirnseite als Abschluss in Form eines Schrankregals wiederfindet . Über einen kurzen, zum Hauptraum offenen Gang, gelangt man zum Massage- und den Sanitärräumen des Shops, die durch Lichtschlitze und Oberlichten entsprechend inszeniert sind.
Das Gestaltungskonzept nimmt Anleihe an der klaren Strenge des statischen Systems der Stahlträger und bindet diese einschliesslich des preuss. Platzls ( Gewölbe ) konsequent bei der Ausformulierung der Funktionsbereiche bis hin zum CI des Geschäftes ein.

  • Jahr 
    2004
  • Projektphase 
    Vorentwurf bis Polierplanung, ÖBA
  • Ort 
    1060 Wien, Lehargasse 3a